Versteinertes Wetter

Sonderausstellung für kleine und große Wetterfrösche

Die Sonderausstellung „Versteinertes Wetter“ widmet sich allgegenwärtigen Elementen des Wetters, wie Trockenheit, Wind, Regen und Gewitter. Historische Aufzeichnungen zu diesen Phänomenen sind sporadisch und reichen im besten Falle nur ein paar Jahrtausende zurück. Über Hunderte von Millionen Jahren können dagegen Steine Daten speichern. Genau genommen sind Steine das umfassendste und aussagekräftigste Wetterarchiv der Erde.
Nahezu jedes Wetterelement hinterlässt versteinerte Spuren. Ein leuchtender Blitz kann im Sandboden einschlagen und dabei die Sandkörner miteinander verschmelzen. Die so entstandene Blitzröhre berichtet noch Jahrhunderte später über das Gewitterereignis. Starkregen hinterlässt Aufprallabdrücke im Boden. Unter bestimmten Bedingungen bleiben die Regenmarken über Jahrmillionen erhalten. Wie in einem Kriminalfall deckt die Ausstellung versteinerte Spuren zu Wetter, Witterung und Klima auf.
Das Wettergeschehen selbst in die Hand nehmen? Ja, auch das bietet die Sonderausstellung an insgesamt neun interaktiven Stationen. Darüber hinaus stehen ein digitaler Ausstellungsführer mit Entdeckertouren und Spielen für große und kleine Wetterfrösche zur Verfügung.

Die Ausstellung ist bis zum 7. November 2021 zu den Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen: Mo/Di 9–17 Uhr, Mi geschlossen, Do/Fr 9–17 Uhr, Sa/So, Feiertag 10–18 Uhr.

Paläontologen des Urweltmuseums GEOSKOP auf Burg Lichtenberg (Rheinland/Pfalz) erarbeiteten die wissenschaftlichen Ausstellungsinhalte.

Chemnitzer Perspektiven 1925 bis 2025

Luftbilder aus der Zeit von 1925 bis in die Gegenwart und Visionen zur Stadtentwicklung von Chemnitz

Es ist die Faszination am Unmöglichen, die Christian Köhler vom Chemnitzer Verein für Luftfahrt, den Verlag Heimatland und die Galerie Roter Turm 2018 zu diesem Projekt brachte. Anspruch des Teams war es, die Aufnahmeposition der historischen Bilder so gut wie möglich zu treffen. Damit verbunden waren die Suche nach qualitativ hochwertigen Luftbildaufnahmen und die Berechnung der exakten Position des damaligen Fotografen im Flugzeug oder Luftschiff. Die in der Ausstellung gezeigten Luftbildaufnahmen der Gegenwart wurden aus den Heißluft Ballonen des Chemnitzer Vereins für Luftfahrt aufgenommen. Um die exakte Position anzusteuern, entwickelte Christian Köhler ein 3D-Modell mit potenziell möglichen Aufnahmeorten. Unter Berücksichtigung der Variation der Windrichtungen in Abhängigkeit von der Flughöhe, navigierten sich die vom sportlichen Ehrgeiz getriebenen Luftfahrer an die historische Aufnahmeposition. So entstanden nach über 7 Jahren mit über 150 Fahrten über 60.000 Bilder. Eine Auswahl davon zeigt die Sonderausstellung. Sie vereint Luftbilder aus der Zeit von 1925 bis in die Gegenwart und Visionen zur Stadtentwicklung von Chemnitz. Die Verknüpfung der verschiedenen Perspektiven ist bisher einzigartig, ebenso wie die luftfahrttechnische Herangehensweise der 3D-Navigation zur genauen Reproduktion der historischen Aufnahmeorte und Blickwinkel. Lassen Sie sich von den Perspektiven unserer Stadt zu Gesprächen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft inspirieren!

Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai 2021 zu den Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen: Mo-Di 9–17 Uhr, Mi geschlossen, Do–Fr 9–17 Uhr, Sa, So, Feiertag 10–18 Uhr.

Die Besichtigung der Sonderausstellung „Chemnitzer Perspektiven 1925 bis 2025“ ist kostenfrei. Für den Rundgang durch die Dauerausstellung des Museums für Naturkunde benötigen Sie ein gültiges Ticket.

 

Museum für Naturkunde Chemnitz | Moritzstraße 20, 09111Chemnitz
Öffnungszeiten Mo, Di, Do, Fr 9-17 Uhr | Sa, So 10-18 Uhr
www.naturkunde-chemnitz.de | info@naturkunde-chemnitz.de
Tel. 0371 - 488 45 51 | Fax 0371 - 488 45 97